Argentinien ist nicht nur ein Land, sondern eine wahre Legendenschmiede. Von Bolzplätzen bis hin zu den modernsten Stadien der Welt zeichnen sich argentinische Fußballer durch ihre Cleverness, ihre Technik und ihre unerschütterliche Widerstandsfähigkeit aus.
In dieser Liste stellen wir zwölf Spieler vor, die ganze Ären geprägt und die Welt begeistert haben.
1. Lionel Messi: Der König der Konstanz
Für viele der Größte aller Zeiten (GOAT). Messi revolutionierte den modernen Fußball mit einer über 20-jährigen Karriere an der Weltspitze. Er vereinte sein außergewöhnliches Talent mit unerschütterlicher Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten.
Größter Erfolg: Argentinien zum „Triple Crown“ zu führen: Copa América 2021, Finalissima 2022 und Weltmeisterschaft 2022 in Katar.
Das Tor, das die Weltmeisterschaft rettete: Nach der überraschenden Niederlage gegen Saudi-Arabien stand Argentinien gegen Mexiko vor dem Ausscheiden. In der 64. Minute, als die Nation gespannt mitfieberte, erhielt Messi den Ball außerhalb des Strafraums und hämmerte ihn mit links flach ins rechte Eck von Guillermo „Memo“ Ochoas Tor.
Wichtigstes Detail: Es war das Tor, das den Weg ins Finale ebnete. Laut FIFA erreichte der Schuss eine Geschwindigkeit von über 120 km/h und war der emotionalste Moment des Turniers.
Das Traumfinale: Im Finale gegen Frankreich erzielte er zwei entscheidende Tore. Das zweite in der Verlängerung (108. Minute) war ein befreiender Jubelschrei, der den Sieg vor dem Elfmeterschießen zu besiegeln schien.
Legendäre Rekorde:
Er hält den Rekord für die meisten WM-Einsätze (26 Spiele).
Er ist der einzige Spieler, der den Goldenen Ball bei Weltmeisterschaften zweimal gewonnen hat (Brasilien 2014 und Katar 2022).
Mit 13 Toren übertraf er Gabriel Batistuta als Argentiniens Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften.
Für Nicht-Fans: Messi ist der Inbegriff des „stillen Helden“. Jahrelang sah er sich in seinem Heimatland Kritik ausgesetzt, doch seine Antwort war stets, noch härter zu arbeiten. Seine Geschichte lehrt uns, dass wahrer Erfolg oft nach vielen Misserfolgen kommt.
"Das war’s, das war’s!“, sagte Messi nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft zu seiner Familie und beendete damit ein Kapitel voller Kritik und Leid (Quelle: TyC Sports, 2022). Ein weiterer Satz, der nach dem Viertelfinale in die Geschichte einging, war der rebellische: "Was glotzt du so blöd, Idiot? Geh da rüber!“, der den Führungscharakter eines Mannes zeigte, der die Argentinier bezauberte (Quelle: Interview nach dem Spiel gegen die Niederlande, 2022).
2. Diego Armando Maradona: Der „Gott“ des Volkes
Mehr als ein Fußballspieler, eine Kulturikone. Diego verkörperte den rebellischen Geist und das rohe Talent des argentinischen Straßenfußballs und erreichte damit seinen Höhepunkt auf globaler Ebene.
Die ultimative Leistung (Mexiko 1986): Am 22. Juni 1986 erzielte Maradona im Aztekenstadion das größte Kunstwerk der Fußballgeschichte: das „Tor des Jahrhunderts“ gegen England. In nur 10,6 Sekunden und auf einer Strecke von 60 Metern ließ er vier englische Verteidiger und Torwart Peter Shilton aussteigen. Dieses Tor hatte immense soziale Bedeutung für Argentinien, da es nur wenige Jahre nach dem Falklandkrieg fiel.
Die Legende, die ihn unsterblich machte: Die Szene wurde durch die Stimme von Víctor Hugo Morales unsterblich, der ihn den Spitznamen „Kosmischer Drachen“ gab.
Zitat aus der Geschichte: „Kosmischer Drachen! Von welchem Planeten kommst du denn, dass du so viele Engländer hinter dir lässt, sodass das ganze Land wie eine geballte Faust nach Argentinien schreit?“ (Quelle: Radio Continental, 1986).
Für alle, die Maradona nicht kennen: Er gewann nicht nur Titel, er veränderte die Welt. Er führte den bescheidenen SSC Neapel zu zwei Scudetti (1987 und 1990), trotzte der Wirtschaftsmacht Norditaliens und wurde in Neapel bis heute zu einem fast schon religiösen Idol.
Interessantes Detail: Im selben Spiel gegen England, nur wenige Minuten zuvor, erzielte er das berühmte "Hand Gottes“-Tor und demonstrierte damit die zwei Seiten seines Genies: List und technische Perfektion.
"Ich habe einen Fehler gemacht und dafür bezahlt, aber der Ball ist unbefleckt.“ (Quelle: Abschiedsrede in der La Bombonera, 2001).
3. Alfredo Di Stéfano: Der blonde Pfeil
Bevor die Welt zwischen Messi und Maradona stritt, gab es nur eine Antwort: Di Stéfano. Er war der Architekt des dominantesten Real Madrid der Geschichte und gewann fünfmal in Folge den Europapokal der Landesmeister.
"Ein Torjäger mit atemberaubenden Statistiken, ein Triumph in Argentinien, Kolumbien und Spanien und weltweit bekannt. Alfredo Di Stéfano war der ‚blonde Pfeil‘ des Fußballs – dank seiner unglaublichen Schnelligkeit und seiner markanten Haarfarbe.“ (Quelle: Cadena3 – Artikel von Jorge Parodi)
Vereinskarriere (Das globale Phänomen):
River Plate (Argentinien): Er war Teil der legendären Angriffsreihe von „La Máquina“ (Die Maschine). 1947 war er Torschützenkönig der argentinischen Liga, wo er sich aufgrund seiner elektrisierenden Schnelligkeit seinen Spitznamen verdiente.
"La Máquina war mehr als nur eine Angriffsreihe, sie war ein Spielkonzept. Pedernera war ihr Architekt. Sein Nachfolger im darauffolgenden Jahr war kein Geringerer als Alfredo Di Stéfano, einer der besten Fußballer des 20. Jahrhunderts, der spätere mehrfache Europameister mit Real Madrid. River Plate gewann 1947 sogar erneut die Meisterschaft, doch es war nicht mehr La Máquina, und das sollte es auch nie wieder sein.“ (Quelle: „History of La Máquina, River's most famous, mysterious, and noturning forward line that captivated even Guardiola“; TyC Sports)
Millonarios (Kolumbien): Er führte das berühmte "Blaue Ballett“ an, ein Team, das die Welt verblüffte und Real Madrid im eigenen Stadion besiegte, was den spanischen Klub dazu veranlasste, alles zu unternehmen, um ihn zu verpflichten.
Real Madrid (Spanien): Der Ort, an dem er die Geschichte des europäischen Fußballs veränderte und 308 Tore in 396 Pflichtspielen erzielte.
Einzigartige Leistung: Der Super Ballon d'Or:
1989 beschloss die Zeitschrift France Football, anlässlich ihres 30-jährigen Jubiläums einen besonderen Preis zu verleihen. Di Stéfano setzte sich bei der Wahl gegen Johan Cruyff und Michel Platini durch und ist damit der einzige Fußballer weltweit, der den Super Ballon d'Or gewinnen konnte.
Fakt: Diese Information ist ein Nischenfakt, der bei Fußballsammlern und -historikern auf großes Interesse stößt.
Der unschlagbare Rekord: Er ist der einzige Spieler, der in fünf aufeinanderfolgenden Europapokal-Finals (heute Champions League) getroffen hat und diese zwischen 1956 und 1960 alle gewann.
Wer erinnert sich am besten an ihn?
Pelé: Der brasilianische Star sagte mehrfach: „Man streitet sich darüber, ob es Pelé oder Maradona war. Für mich war Di Stéfano der Beste.“
Eusébio: Die portugiesische Legende sah ihn als seinen Mentor: „Di Stéfano war der kompletteste Fußballer, den ich je gesehen habe.“
Real Madrid: Das Stadion, in dem die erste Mannschaft trainiert und Real Madrid Castilla seine Heimspiele austrägt, trägt seinen Namen und ehrt den Mann, der den Verein zum größten des 20. Jahrhunderts machte.
Für Nicht-Fans: Di Stéfano hatte keine feste Position. Er konnte in der eigenen Hälfte verteidigen, das Spiel im Mittelfeld lenken und als Torschütze Tore erzielen. Er war der Vorreiter dessen, was wir heute als „Totalen Fußball“ kennen.
Schöpfer ikonischer Sätze wie:
"Kein Spieler ist so gut wie die ganze Mannschaft.“
"Ein Fußballspiel ohne Tore ist wie ein Sonntag ohne Sonnenschein.“
(Quelle: „Die besten Zitate von Alfredo Di Stefano“, ABC.ES).
4. Mario Alberto Kempes: El Matador
Der Held von Argentiniens erstem WM-Titel 1978. Er beendete eine historische Durststrecke und führte die Albiceleste zum ersten Mal an die Weltspitze.
Vereinskarriere (Ein Idol auf zwei Kontinenten):
- Rosario Central (Argentinien): Hier feierte er seinen Durchbruch als unermüdlicher Torjäger und wurde zum Rekordtorschützen des Vereins in der Profiära.
- Valencia CF (Spanien): Seine wahre Heimat. Er gewann zweimal in Folge die Pichichi-Trophäe (Torschützenkönig der spanischen Liga) und führte den Verein zum Sieg in der Copa del Rey, im Europapokal der Pokalsieger und im UEFA Super Cup. Für viele ist er das größte Idol in der Geschichte Valencias.
- River Plate (Argentinien): Er kehrte in sein Heimatland zurück und wurde 1981 Meister. Gemeinsam mit dem jungen Diego Maradona (der damals für die Boca Juniors spielte) bildete er ein Star-Ensemble.
Weltmeisterschafts-Meisterleistung: Die Triple Crown 1978:
Kempes gelang etwas, das nur wenigen in der Geschichte der Weltmeisterschaft gelungen ist: Im selben Turnier wurde er Weltmeister, Torschützenkönig (Goldener Schuh mit 6 Toren) und bester Spieler (Goldener Ball).
Historische Randnotiz: Kurioserweise erzielte er in der ersten Runde des Turniers kein einziges Tor. Trainer César Luis Menotti riet ihm, sich den Schnurrbart abzurasieren, um sein Glück zu wenden. Und es funktionierte: Ab der zweiten Runde traf er ununterbrochen.
Das Tor, das die Zeit stillstehen ließ: Seine beiden Tore im Finale gegen die Niederlande in einem mit Konfetti bedeckten Monumentalstadion sind Bilder, die sich in die DNA des argentinischen Sports eingebrannt haben. Seine Kraft, den Ball hinter den niederländischen Verteidigern zu erobern, prägte den Stil des argentinischen Stürmers: attraktiv, kraftvoll und technisch brillant.
Wer erinnert sich am besten an ihn?
Diego Maradona: Er betonte stets, dass Kempes sein Vorbild war. „Kempes hat den argentinischen Fußball auf die Weltkarte gebracht“, schrieb Diego Maradona in seiner Autobiografie *Yo soy el Diego* (Quelle: Editorial Planeta).
Die Stadt Córdoba: Das Hauptstadion seiner Heimatprovinz, eines der modernsten Argentiniens, trägt seinen Namen: Estadio Mario Alberto Kempes.
Die Fans von Valencia: Noch heute ist im Mestalla-Stadion der Gesang „Don't say Kempes, say goal!“ zu hören.
Für alle, die ihn nicht kennen: Kempes verkörperte Hoffnung in einer politisch und gesellschaftlich düsteren Zeit in Argentinien. Sein Fußball war Balsam für die Seele, und seine Bescheidenheit nach dem Meisterschaftssieg (er blieb nicht zu den offiziellen Feierlichkeiten, sondern fuhr lieber zu seiner Familie nach Hause) machte ihn zu einem Vorbild an Demut.
"Ich erinnere mich an diese Weltmeisterschaft als etwas ganz Besonderes. Ich werde sie nie vergessen. Es war unglaublich schwer für uns, ruhig zu bleiben. Wir wussten, dass 25 Millionen Argentinier darauf warteten, dass wir ein Tor schießen, um mit uns zu jubeln. Aber das war überhaupt kein Druck. Im Gegenteil: Es war eine Freude, das Trikot tragen zu dürfen und die Unterstützung dieser Menschen zu spüren.“ (Quelle: Interview in El Cronista)
5. Ángel Di María: Der Mann der Finals
"El Fideo“ wandelte sich vom Hassobjekt zum Schützen der wichtigsten Tore der modernen Ära.
Wichtige Tore: Er traf im Finale der Olympischen Spiele 2008, der Finalissima 2022, der Copa América 2021 und der Weltmeisterschaft 2022.
Er gilt als einer von Messis besten Sturmpartnern.
Das Tor, das den Fluch brach: Di Marías Tor gegen Brasilien im Finale der Copa América 2021. Nach 28 Jahren ohne Torerfolg brachte er das Maracanã in diesem unvergesslichen Spiel zum Schweigen.
Das Meisterwerk: In der 22. Minute der ersten Halbzeit spielte Rodrigo De Paul einen präzisen langen Pass, der über die brasilianische Abwehr hinwegsegelte. Di María kontrollierte den Ball mit seiner charakteristischen Eleganz perfekt und lupfte ihn, während Torwart Ederson herauseilte, gefühlvoll ins Netz.
Historische Bedeutung: Dieses Tor sicherte nicht nur den 1:0-Sieg gegen Brasilien, sondern wirkte auch als Katalysator, der den Druck von Lionel Messi und der gesamten Mannschaft nahm und die goldene Ära der "Scaloneta“ (ein Spitzname für das Team) einleitete.
DI MARIA FÜR IMMER: 11 MOMENTE MIT DER NATIONALMANNSCHAFT:
6. Daniel Passarella: Der große Kapitän
Wenn der argentinische Fußball ein Gesicht hätte, das für Autorität steht, dann wäre es Passarella. Er war der unbestrittene Anführer, der 1978 den ersten Weltmeistertitel holte, und die Defensivikone, die eine Ära bei River Plate und im italienischen Fußball prägte.
Einzigartige Leistung: Der Einzige mit zwei Goldmedaillen
Daniel Passarella hält einen Rekord, den weder Messi noch Maradona vorweisen können: Er ist der einzige argentinische Spieler, der in beiden Weltmeistermannschaften (Argentinien 1978 und Mexiko 1986) stand.
Historisches Detail: 1978 war er Kapitän und Herzstück der Mannschaft; 1986 stand er zwar im Kader, konnte aber aufgrund einer schweren Darminfektion und einer Verletzung nicht spielen. Die FIFA erkennt ihn dennoch offiziell als zweifachen Weltmeister an (Quelle: TyC Sports – Passarellas traumatisches Mexiko 1986: Der einzige argentinische zweifache Weltmeister, aber im Krankenhaus und nicht spielbereit).
Der Verteidiger mit der Nase eines Stürmers (IFFHS-Statistik):
Jahrzehntelang war er der torgefährlichste Verteidiger in der Geschichte des Weltfußballs, bis Ronald Koeman ihn übertraf.
Die Zahl: Er erzielte 175 Tore in 551 Pflichtspielen. Diese Statistik macht ihn zum Verteidiger mit dem besten Torschnitt pro Spiel in der Geschichte der argentinischen Nationalmannschaft und von River Plate (Quelle: IFFHS – Internationaler Verband für Fußballgeschichte und -statistik).
Der "Magnet“ im Strafraum: Ein Sprung, der die Gesetze der Physik außer Kraft setzte
Obwohl er nur 1,73 Meter groß war – für einen Innenverteidiger eher klein –, besaß Passarella eine außergewöhnliche Sprungkraft, mit der er deutlich größere Stürmer überragte.
Wissenswertes: Man sagte, er habe einen „Magneten“ im Kopf. Seine Kopfballtechnik, sowohl zum Klären als auch zum Angriff, wird noch heute in Fußballakademien analysiert. Das Magazin El Gráfico beschrieb ihn einst als „einen Innenverteidiger, der in der Luft spielte, als hätte er unsichtbare Leitern“ (Quelle: Historisches Archiv des Magazins El Gráfico).
Vereinskarriere:
River Plate: Er ist die größte Abwehrikone des Vereins und gewann als Spieler sieben Titel.
AC Florenz und Inter Mailand: In Italien gilt er als einer der besten ausländischen Verteidiger in der Geschichte der Serie A, in einer Zeit, als der italienische Fußball die härteste Liga der Welt war.
Für Nicht-Fans: Passarella trug den Spitznamen „Der Kaiser“ in Anlehnung an Franz Beckenbauer. Seine Führungsqualitäten waren so stark, dass ihn angeblich sogar die Schiedsrichter respektierten. Er war ein „harter“ Anführer, bekannt für seine Disziplin und seinen unermüdlichen Einsatz.
7. Gabriel Batistuta: Der Batigol
Jahrelang war er Argentiniens Rekordtorschütze, bevor Messi alle Rekorde brach.
Ein Stürmer, der nicht einfach nur aufs Tor schoss, sondern die Torhüter mit Schüssen, die die Gesetze der Physik außer Kraft setzten, förmlich durchbohren wollte.
Einzigartiger WM-Rekord:
Batistuta hält einen Rekord, den weder Messi noch Maradona noch Cristiano Ronaldo erreicht haben: Er ist der einzige Spieler der Geschichte, der in zwei verschiedenen Weltmeisterschaften einen Hattrick (drei Tore in einem Spiel) erzielte (gegen Griechenland in den USA 1994 und gegen Jamaika in Frankreich 1998).
20 Jahre lang war er mit 10 Toren Argentiniens Rekordtorschütze bei Weltmeisterschaften, bis er 2022 in Katar von Messi übertroffen wurde (Quelle: TyC Sports). "Lieber Leo, herzlichen Glückwunsch! Ich habe den Rekord 20 Jahre lang gehalten und ihn genossen. Nun ist es mir eine große Ehre und Freude, ihn mit dir zu teilen, und ich hoffe aufrichtig, dass du ihn im nächsten Spiel übertreffen kannst!“
Der Löwenkönig von Florenz (Idol in Italien):
Seine Zeit bei der Fiorentina ist legendär. In einer Ära, als die italienische Serie A die „Liga der Stars“ war, erzielte Batistuta 207 Tore in 332 Spielen.
Das Besondere: Seine Loyalität war so groß, dass er mit dem Team in die Serie B abstieg, um ihnen den Wiederaufstieg zu ermöglichen. 2014 wurde er in die Fiorentina Hall of Fame aufgenommen, wo ihm die Fans noch zu Lebzeiten eine Statue errichteten (Quelle: Offizielle Website des ACF Fiorentina).
Der Traumtitel: Er feierte schließlich den Triumph in Italien und gewann 2001 mit der AS Rom den Scudetto. Zusammen mit Francesco Totti und Vincenzo Montella bildete er ein unvergessliches Offensivtrio.
Das Opfer: "Ich bat sie, mir die Beine zu amputieren.“
Für alle, die kein Fan sind: Batistutas Geschichte ist eine Geschichte vom Überwinden von Widrigkeiten und Leid. Sein Einsatz war so extrem, dass er trotz ständiger Injektionen gegen chronische Knöchelschmerzen spielte.
Die Chronik des Schmerzes: Jahre nach seinem Karriereende gestand er in einem herzzerreißenden Interview, dass die Schmerzen so unerträglich waren, dass er seinen Arzt bat, ihm die Beine zu amputieren.
"Ich urinierte im Bett, um nicht aufstehen zu müssen, wegen der Knöchelschmerzen“, erzählte er (Quelle: Interview mit TyC Sports / Dokumentation „Number Nine“).
"Ich ging zu Dr. (dem Unfallchirurgen und Orthopäden Roberto) Avanzi und bat ihn, mir die Beine zu amputieren. Er sah mich an und sagte, ich sei verrückt. Ich bestand darauf, ich konnte es nicht mehr ertragen, ich war ständig schlecht gelaunt. Ich kann die Schmerzen nicht beschreiben, es ist unmöglich, sie anderen zu vermitteln.“ (Quelle: CONMEBOL.COM). Glücklicherweise konnte er 2019 durch eine Prothesenoperation seine Beweglichkeit zurückerlangen.
Für alle, die ihn nicht kennen: Batistuta war mehr als nur ein Torjäger; Er war ein Gentleman des Sports. Trotz seines weltweiten Ruhms blieb er stets bescheiden und zeichnete sich durch eine tadellose Arbeitsmoral aus. Er ist das Sinnbild absoluter Hingabe: Er gab alles, sogar seine Gesundheit, für den Ruhm seines Landes.
Messi sagte: „Batistuta war ein Vorbild für uns alle. Seinen Rekord zu übertreffen, war eine Ehre, denn wir wissen, was er für unsere Nationalmannschaft bedeutet.“ (Quelle: Aussagen nach dem Spiel Copa America Centenario 2016).
8. Emiliano „Dibu“ Martínez: Der Hüter des Tores
Obwohl er sich erst spät in der argentinischen Nationalmannschaft etablierte (sein Debüt gab er mit 28 Jahren), ist „Dibus“ Einfluss beispiellos. In weniger als drei Jahren stieg er vom regelmäßigen Ersatzspieler in England zum unangefochtenen Stammtorhüter Argentiniens und zur kulturellen Ikone auf.
"Dibus“ Geschichte ist wie geschaffen für einen Film über die Überwindung von Widrigkeiten. Hinter seiner imposanten Erscheinung und seinen psychologischen Tricks verbirgt sich ein Weg extremer Opfer, der seinen unerschütterlichen Charakter formte.
Das Opfer eines 12-jährigen Jungen:
Emiliano wurde in Mar del Plata geboren und verließ als kleiner Junge seine Familie, um in das Internat von Independiente in Avellaneda zu ziehen. Der Antrieb für sein Engagement war die Realität seines Elternhauses: Er sah, wie sein Vater (ein Hafenarbeiter) und seine Mutter (eine Putzfrau) ums Überleben kämpften. "Ich sah meinen Vater weinen, weil er die Rechnungen nicht bezahlen konnte“, erinnerte er sich mehrmals und bezeichnete diesen Moment als den Beginn seines unstillbaren Hungers nach Ruhm.
Frühes Exil und die „Einsamkeit“ Londons:
Mit 17 Jahren, ohne jemals für Argentiniens A-Nationalmannschaft gespielt zu haben, kaufte ihn der englische FC Arsenal unter Vertrag. Martínez nahm das Angebot nicht aus Ruhmsucht an, sondern aus Notwendigkeit. Ein Jahrzehnt lang wurde er von Verein zu Verein in den unteren englischen Ligen ausgeliehen (Oxford, Sheffield Wednesday, Rotherham, Reading) und lebte Jahre der Anonymität und Frustration, während er auf eine Chance wartete, die scheinbar nie kommen würde.
Sein großer Durchbruch kam schließlich 2020 durch die Verletzung eines Arsenal-Teamkollegen. Von da an war sein Aufstieg nicht mehr aufzuhalten. Seine wenig bekannte Geschichte erklärt, warum seine Beine in der 123. Minute gegen Kolo Muani nicht zitterten: Es war das Ergebnis von zehn Jahren Kampf gegen die Bedeutungslosigkeit in England.
El Dibu verkörpert Widerstandsfähigkeit. Er hätte beinahe mit dem Fußball aufgehört, weil er kaum Spielzeit bekam. Doch die Geburt seines Sohnes und die Unterstützung eines Sportpsychologen halfen ihm, sich neu zu fokussieren.
Der einzige zweifache Gewinner der Jaschin-Trophäe:
Martínez schrieb bei den Ballon d'Or-Galas Geschichte, indem er als erster Torhüter überhaupt die Jaschin-Trophäe zweimal in Folge (2023 und 2024) gewann – eine Auszeichnung, die vom Magazin France Football an den besten Torhüter der Welt verliehen wird.
Die Parade aller Zeiten (122:43):
In den Schlussminuten des Finales der WM 2022 in Katar zeigte Martínez die Parade, die von der FIFA und verschiedenen Experten als „entscheidendste Parade der Geschichte“ bezeichnet wird. In der 123. Minute wehrte er mit dem linken Fuß einen Schuss von Randal Kolo Muani ab – einen Schuss, der Frankreich den Titel beschert hätte.
Das "Anti-Dibu-Gesetz“ (Regeländerung im Fußball):
Die verbalen Attacken und psychologischen Taktiken, die Emiliano “Dibu“ Martínez im Viertelfinale der WM 2022 in Katar gegen die Niederlande und im Finale gegen Frankreich (sowie zuvor bei der Copa América) anwandte, blieben den Verantwortlichen nicht verborgen. Daraufhin wurde eine Regel eingeführt, die in den Medien weltweit schnell als ”Anti-Dibu-Martínez-Regel“ bekannt wurde und das Verhalten von Torhütern bei Elfmetern verändern wird.
Die neue Regel 14 besagt, dass Torhüter weder die Torpfosten noch das Netz berühren oder den Schützen „respektlos“ ablenken dürfen. Diese Änderung ist in der Sportpresse weltweit als "Anti-Dibu-Gesetz“ bekannt.
"Pass auf, ich fresse dich auf, Bruder!“, der Satz, den er im Elfmeterschießen gegen Kolumbien prägte, wurde zu einem Markenzeichen seines Kampfstils.
9. Omar Sívori: „El Cabezón“ (Der Großköpfige)
Ein Star der 1950er und 60er Jahre. Er glänzte bei River Plate und Juventus Turin.
Der "Transfer des Jahrhunderts“, der ein Stadion zum Leben erweckte:
Sívori brachte River Plate nicht nur sportlichen Ruhm, sondern half auch maßgeblich beim Bau des Stadions. 1957 wechselte er für die Rekordsumme von 10 Millionen Pesos zu Juventus Turin.
Historische Bedeutung: Mit diesem Geld konnte River Plate den Bau der Nordtribüne des Monumentalstadions abschließen. Heute trägt diese Tribüne, gewissermaßen als poetische Gerechtigkeit, seinen Namen: die Omar-Sívori-Tribüne (Quelle: TyC Sports – Wer war Sívori, der Star, der einer Tribüne seinen Namen gab?).
Ballon d'Or 1961 (Nationalstolz):
Sívori war nach Di Stéfano der zweite in Argentinien geborene Spieler, der den Ballon d'Or gewann. Er erreichte dies als eingebürgerter Italiener, blieb aber stets seinem bodenständigen Spielstil aus der Region Río de la Plata treu. Bei Juventus Turin bildete er zusammen mit John Charles und Giampiero Boniperti das "Magische Trio“, erzielte 167 Tore und gewann drei Scudetti.
Die "Schmutzigen Engel“:
Er war die zentrale Figur einer der besten Angriffsreihen in der Geschichte der argentinischen Nationalmannschaft: die „Schmutzigen Engel“, die 1957 in Lima die Südamerikameisterschaft gewannen. Sie wurden so genannt, weil sie wie Kinder im Schlamm spielten – clever und furchtlos gegen die Giganten des Kontinents.
Der Sívori-Stil:
Sein Markenzeichen war es, mit heruntergerollten Stutzen und ohne Schienbeinschoner zu spielen. Es war eine direkte Herausforderung an die Verteidiger; er wollte ihnen sagen: „Hier sind meine Beine, versucht mich zu treffen.“ Er liebte es, seine Gegner zu tunneln, nicht nur wegen der Effektivität, sondern auch, um sie auf sportliche Weise zu demütigen.
Für Nicht-Fans: Sívori verkörpert den Wandel des Fußballs vom Sport zum Spektakel. Er war einer der ersten „Stars“ des italienischen Fußballs, bekannt für seinen glamourösen Lebensstil und sein aufbrausendes Temperament, das zu Auseinandersetzungen mit Trainern und Schiedsrichtern führte.
10. Javier Zanetti: "Pupi“
Das Paradebeispiel für Professionalität und Langlebigkeit. Er ist nicht nur eine argentinische Legende, sondern auch ein Juwel des italienischen Fußballs.
Historische Leistung: Der Triple-Kapitän (2010):
Zanetti führte Inter Mailand 2010 zum Triple (Serie A, Coppa Italia und UEFA Champions League). Er war der erste Kapitän einer italienischen Mannschaft, dem dieses Kunststück gelang.
Rekordeinsätze: Mit insgesamt 858 Pflichtspielen ist er der Spieler mit den meisten Einsätzen in der Geschichte von Inter Mailand.
Nationalmannschaftsstatistik: Jahrelang war er der Spieler mit den meisten Einsätzen für die Albiceleste (143 oder 145 Spiele, je nach Quelle), ein Rekord, der später von Mascherano und Messi übertroffen wurde.
Das Geheimnis seiner Langlebigkeit:
Er beendete seine Karriere mit 40 Jahren (2014) nach 19 aufeinanderfolgenden Saisons in Europa.
Interessante Tatsache: Angeblich trainierte Zanetti selbst an seinem Hochzeitstag und im Urlaub unermüdlich. Die Ärzte von Inter Mailand bestätigten, dass seine Kraft- und Ausdauerwerte mit 40 Jahren mit denen eines 20-jährigen Athleten identisch waren.
Für Nicht-Fans: Abseits des Spielfelds engagiert sich Javier Zanetti humanitär durch die PUPI-Stiftung, die benachteiligte Kinder in Argentinien unterstützt. Er steht für Fair Play: In fast tausend Spielen erhielt er nur wenige Rote Karten.
AKTUELL: Vizepräsident des FIFA-Komitees für Soziale Verantwortung.
"Das Engagement, die Kraft des Fußballs für positive gesellschaftliche Veränderungen zu nutzen, leitet alle Aktivitäten der FIFA. Der Verband arbeitet unermüdlich daran – durch seine Teams für Kinderschutz, Nachhaltigkeit, Menschenrechte und Antidiskriminierung sowie die umfangreiche Arbeit der FIFA-Stiftung –, dass Fußball für alle zugänglich ist und dass Respekt und Sicherheit im Fußballumfeld kein Privileg, sondern ein Grundrecht sind.“ QUELLE: (FIFA.com)
11. Ubaldo Fillol: „El Pato“ (Die Ente), der Mann des Tores
Für die meisten Historiker ist Fillol der beste Torwart, den Argentinien je hervorgebracht hat. Sein Stil basierte nicht nur auf Reflexen, sondern auch auf einer Intuition, die es ihm scheinbar ermöglichte, den Ballflug vorherzusehen, noch bevor der Stürmer ihn berührte.
WM-Leistung: Held des ersten Sterns (1978):
Er war ein Schlüsselspieler beim Gewinn der Weltmeisterschaft 1978. Seine Leistung im Finale gegen die Niederlande (insbesondere seine Parade gegen die Republik Argentinien) und sein gehaltener Elfmeter gegen Deyna im Spiel gegen Polen zählen zu den Höhepunkten der argentinischen Fußballgeschichte.
Beste Auszeichnung: Er wurde zum besten Torwart der Weltmeisterschaft 1978 gewählt und gehörte zum All-Star-Team des Turniers (Quelle: FIFA Museum / AFA-Archiv).
Der Elfmeterrekord:
Fillol hält einen beeindruckenden Rekord im argentinischen Fußball: Er ist der Torwart mit den meisten gehaltenen Elfmetern in der Geschichte der Liga, insgesamt 45 (Quelle: Die Hüter des Strafraums: Die argentinischen Torhüter, die die meisten Elfmeter gehalten haben / El Gráfico Magazin).
Die Karriere eines Giganten:
Er glänzte bei River Plate, wo er sieben Titel gewann, hinterließ aber auch bei Flamengo in Brasilien und Atlético de Madrid seine Spuren. Mit 40 Jahren beendete er seine Karriere bei Vélez Sarsfield, wo er in seinem letzten Pflichtspiel einen Elfmeter parierte.
Für Nicht-Fans: Sein Spitzname “Pato“ (Ente) rührt von seinem watschelnden Gang und seinen flinken Bewegungen zwischen den Pfosten her. Fillol war der Star des legendären Fotos ”Seelenvolle Umarmung“ nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1978, eines der eindrucksvollsten Bilder der argentinischen Kultur, auf dem ein armloser Fan auf ihn und Tarantini zugeht, um sie zu umarmen.

"Als ich um 1973 hierherkam, sagte ich, Rivers Tor sei das großartigste der Welt. Dieser Satz wurde legendär. Und jetzt, mit fast 70, werde ich diese Aussage revidieren. Es ist dasselbe Tor wie alle anderen, aber es ist das Tor mit der längsten Geschichte weltweit. Und das macht es so gewaltig und schwer zu knacken.“ (Quelle: cariverplate.com.ar – Rubén Sagarzazu)
12. Juan Román Riquelme: Die letzte Nummer Zehn
Riquelme spielte nicht einfach nur Fußball; er diktierte den Rhythmus des Spiels. Er ist der Inbegriff einer aussterbenden Spezies: der klassische Spielmacher, der mit Köpfchen und Verstand agierte.
Erfolge: Er gewann drei Copa Libertadores-Titel mit den Boca Juniors und lieferte im Weltpokal 2000 gegen Real Madrid eine Glanzleistung ab.
Zitat: "Der Ball hat mir alles gegeben, ich werde ihn küssen, bis ich aufhöre zu spielen.“
Vereinskarriere:
Boca Juniors: Hier wurde er zum „D10S“ (dreimal).
Wissenswertes: Ein Besuch in Riquelmes Haus ist der Traum eines jeden Fans. Wer einen Besuch im Museum und eine sichere Erkundung des legendären Stadions mit einem Guide wünscht, findet auf Websites wie Daytours4u oder Tangol Pakete, die Touristen einen unbeschwerten Aufenthalt ermöglichen.
FC Barcelona: Seine Zeit in Europa, wo er trotz seines Talents mit Louis van Gaals taktischer Strenge kollidierte.
Villarreal CF: Er führte ein bescheidenes spanisches Team ins Halbfinale der UEFA Champions League und veränderte den Verein nachhaltig.
Argentinos Juniors: Der Verein seiner Kindheit, zu dem er zurückkehrte, um den Aufstieg zu feiern und seine Karriere als Gentleman zu beenden.
Historisches Ereignis: Die Nacht, in der er die Galácticos demütigte (2000):
Im Finale des Weltpokals 2000 lieferte Riquelme gegen Real Madrid mit Figo und Roberto Carlos eine fußballerische Meisterleistung ab. 90 Minuten lang schirmte er den Ball so effektiv ab, dass Spieler vom Kaliber eines Claude Makélélé ihn ihm nicht abnehmen konnten.
Rekorde und Erfolge in der Copa Libertadores:
Er hält den Rekord für die meisten Einsätze in der La Bombonera in der Copa Libertadores.
Er gewann drei Copa Libertadores-Titel (2000, 2001, 2007). Seine Leistung im Jahr 2007 gilt in der Fachpresse als die beste Einzelleistung in der Geschichte des Turniers; er erzielte in dieser Ausgabe acht Tore (darunter zwei im Finale gegen Grêmio).
Wer erinnert sich am besten an ihn?
Zinedine Zidane: Der französische Star bat Román, sein letztes Trikot mit ihm zu tauschen, und erklärte: „Wenn ich Trainer wäre, würde Riquelme immer spielen.“
Andrés Iniesta: Er hat mehrfach betont, dass das Lernen von Román beim FC Barcelona grundlegend für seine Karriere war.
Villarreal CF: Der spanische Klub hat ihn in seine "Hall of Fame“ aufgenommen, nachdem er den Verein in die europäische Elite geführt hatte.
"DER TOPO GIGIO“: Die Wahrheit hinter dem Torjubel, bei dem er sich die Hände an die Ohren hielt. Es war nicht nur eine Geste; es war ein Akt des Widerstands gegen die Vereinsführung, mit dem er seine Rechte und die seiner Teamkollegen verteidigte. Es zeugt von Intelligenz und Stolz. (Quelle: TyC Sports)
Zitat: "Der Ball hat mir alles gegeben. Er ist das schönste Spielzeug überhaupt.“ (Quelle: Interview mit Horacio Pagani, TyC Sports)